Mit der Saison 2027 startet Unbecantus Collective mit vier unterschiedlichen Projekten. Die Programme bewegen sich zwischen Wiederentdeckung, historischer Aufführungspraxis, neuen Perspektiven, neue Musik und künstlerischer Zusammenarbeit.
Samstag, 17. April 2027, 19 Uhr | Reformierte Kirche Höngg (Zürich)
Anna Pismak, Klavier | Hèctor Rodríguez Palacios, Querflöte
PARLANDO – RECOVERED VOICES verbindet die Musik von fünf Komponistinnen mit der Figur der Undine, dem Wassergeist aus Friedrich de la Motte Fouqués gleichnamiger Novelle.
Im Zentrum des Programms steht die Frage nach Stimme und Gehör: Was bedeutet es, eine Stimme zu haben – und dennoch nicht gehört zu werden? Die Werke von Laura Netzel, Clara Schumann, Sofia Gubaidulina, Mélanie Bonis und Barbara Heller treten dabei in einen Dialog mit Carl Reineckes Flötensonate Undine.
Samstag, 15.05.2027, 19 Uhr | Reformierte Kirche Höngg (Zürich)
VIRIDIS: Rafael Arjona Ruz, Laute und Erzlaute | Hèctor Rodríguez Palacios, Renaissance- und Barocktraversflöten
Ausgehend vom Gedicht CANCIÓN DE LAS SIMPLES COSAS (Lied von den einfachen Dingen) entsteht ein musikalischer Dialog zwischen Renaissance, Barock und Gegenwart. Renaissance- und Barockflöten treffen auf Laute, historische Musik auf zeitgenössische Klänge und eigene musikalische Miniaturen. Eine szenische Gestaltung und ein präzises Lichtkonzept erweitern das Konzert zu einem gemeinsamen musikalischen und visuellen Erlebnis.
Samstag 19.06.2027, 19 Uhr | Reformierte Kirche Höngg (Zürich)
UNBECANTUS BAROCKENSEMBLE: Beatriz Arias Milán, Barockvioline | Marino González García, Viola da gamba | Hèctor Rodríguez Palacios, Traversflöte | Adam Slimani, Cembalo
TELEMANN / GUILLEMAIN – QUATUORS widmet sich einem besonderen Moment der europäischen Musikgeschichte des 18. Jahrhunderts: der Begegnung unterschiedlicher nationaler Stile und der Entwicklung einer besonderen Quartettbesetzung.
Ausgangspunkt des Programms sind die Quartette von Georg Philipp Telemann, insbesondere seine 6 Quadri von 1730 und die später entstandenen Nouveaux Quatuors (1738). Ihnen gegenüber stehen die Six sonates en quatuors, Op. 12 (1743) des französischen Geigers und Komponisten Louis-Gabriel Guillemain.
Neben Telemanns bekannteren Werken rückt das Programm bewusst die heute seltener aufgeführten Quartette von Louis-Gabriel Guillemain in den Fokus.
Samstag, 16.10.2027, 19 Uhr | Reformierte Kirche Höngg (Zürich)
LES LUCIOLES: Saskia Saegeler, Sopran | Hèctor Rodríguez Palacios, Traversflöte | Basia Adamczyk, Cembalo | Kentaro Nakata, Viola da gamba
Singende Nachtigallen, tanzende Schmetterlinge und grünende Natur. Flüsterndes Schilf, Jagdlandschaften und stiller werdende Tage - ROSSIGNOLS AMOUREUX ET ROZEAUX PLAINTIFS vereint einige der schönsten Werke des französischen Barock zu einem musikalischen Stillleben und erzählt vom Zauber der Wandlung: von Zeiten des Aufblühens und der Vergänglichkeit, von Frühling und Herbst. Das Ensemble Les Lucioles musiziert Stücke von Charpentier, Couperin, Marais, Boismortier, Montéclair u.a.
Andreas Weber (geb. 1988) lebt und arbeitet in Zürich, Schweiz. Er absolvierte eine Ausbildung zum Automechaniker und arbeitete in diesem Beruf, bevor er sich der künstlerischen Ausbildung zuwandte und einen Bachelor of Fine Arts abschloss. Dieser Werdegang prägt bis heute seine künstlerische Praxis und verleiht ihr eine handwerklich geerdete, materialbewusste Sensibilität. Im Zentrum seines künstlerischen Schaffens steht die Malerei. Darüber hinaus hat ihn seine Leidenschaft für digitale Gestaltung über die Jahre dazu geführt, zahlreiche Plakate für unterschiedliche Anlässe zu entwerfen und seine visuelle Sprache so um ein ergänzendes Medium zu erweitern.